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  Freitag der 13.
  






 
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Freitag der 13.:

Nach dem Volksaberglauben gilt: Freitag der 13. (in vielen Regionen - aber eben auch nicht in allen!) als ein Unglückstag.

Zunächst einmal hat man den Eindruck, dass (Freitag der 13.) - dieser 'Sondertag des Aberglaubens' - eine uralte Einrichtung ist. Stimmt aber nicht!

Man konnte keine Belege dafür (zumindest in unserem Sprachraum) finden: weder in Märchen, noch in Sagen und auch nicht in historischen Quellen.

Nichtsdestotrotz ist aber diese Kombination (Freitag und 13) für bestimmte Menschen eine echte psychische Belastung. So leiden einige an Paraskavedekatriaphobie (krankhafter Angst vor 'Freitag dem 13.').

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Freitag = Unglückstag:

Ursprünglich kannte man nur den Freitag (ohne 'Zusatzzahl'!) als Unglückstag.
So waren etwa Kinder, die an einem Freitag geboren wurden: Unglückskinder (Siehe dazu auch: Glückshaube).

Wobei dieses 'Unglück' dadurch gemildert werden konnte, dass die betreffenden Kinder an einem Sonntag - der wiederum als Glückstag galt/gilt - getauft wurden!
Ebenso galten Monate oder Jahre, die an einem Freitag begannen, als unglücksträchtig.

So sollen die Jahre 1886 und 1926 (beide begannen mit einem Freitag!) von zahlreichen extremen Witterungskapriolen heimgesucht worden sein ...
(So steht's jedenfalls im: 'Handwörterbuch des deutschen Aberglaubens' von Hanns Bächtold-Stäubli), [1927-42]).

Auch einigen Größen der Geschichte wird Angst vor dem Freitag nachgesagt.

So z. B.: Gustav II. Adolf (Schwedenkönig und Feldherr des 30-jährigen Krieges (1618-1648)), Otto von Bismarck (der 'eiserne' Kanzler) und besonders Napoleon I.
Napoleon I. soll sogar so weit gegangen sein, dass er keine Schlachten an Freitagen schlagen wollte und nicht einmal Verträge an 'solchen Tagen' schließen ließ ...

Am Rande bemerkt: Auch alle anderen Wochentage galten/gelten - je nach Region durch die Jahrhunderte auch veränderlich - als Unglückstage (wohl aber ohne den Sonntag) oder auch als Glückstage je nach 'Gemüts- und Glaubenslage'!


Wieso ist heute der Freitag = Unglückstag?:

Sehr wahrscheinlich geht dies auf die Kreuzigung Christi, die an einem Freitag (siehe: Karfreitag!) geschah, zurück.

Nach dem Aberglauben ist der Freitag auch schon deshalb ein Unglückstag, weil er ein ungerader Wochentag ist!

Der berühmte Börsenkrach (der 'Schwarze Freitag' vom: Fr., 25. Okt. 1929), der übrigens schon am Donnerstag davor begann!, ist ein Beispiel für einen extremen 'Unglückstag' (hier mit weltweiten Folgen).


Freitag = Glückstag:

Bei den Römern und Germanen galt der Freitag als Glückstag, weil er den Göttinen der Liebe/Ehe: Venus (bei den Römern) und Frija/Freia/Freyja (bei den Germamen) geweiht war.

Wie der Name Freyja schon vermuten lässt, kommt daher auch der Name des Wochentages, wie wir ihn kennen (siehe auch im Althochdeutschen: friadag im Mittelhochdeutschen: fri-tac und im Englischen: Friday).

Freyja war bei den Germanen auch noch für das Wetter (als Wolkengöttin) und für das Gelingen des Ackerbaus zuständig.

Daher stammt wohl auch der Aberglaube für einige Regionen, z. B. für positiv besetzte Begriffe wie : 'Freitagswetter'. D. h.: War der Freitag schön, waren (nach dem Aberglauben) die Chancen gut, dass sich das Wetter mehrere Tage so hielt.

Es gibt dazu auch einige (zum Teil recht alte) Sprichwörter:

»Der Mittag des Freitag prägt oft uns ein, wie künft'gen Sonntag das Wetter wird sein.«
Illustr. Familien-Kalender (1866).

»Um Frektich [*Freitag] ändert sich gären dat Wäder.«

Auch wurde früher (ab dem 16. Jh.?) der Freitag - besonders von den Protestanten - gerne als Tag für die Hochzeit gewählt. Schließlich konnte dann am ganzen folgenden Wochenende das Ereignis gebührend gefeiert werden.

In der engl. Grafschaft Wales gilt der Freitag sowohl als ungünstiger, als auch günstiger Tag (Quelle: Julius Rodenberg):

»Die Feen kommen meist nur am frühen Morgen oder spät am Abend, aber niemals ohne dass ihre Ankunft durch Musik angezeigt würde. In den meisten Gegenden ist Freitag der Feentag.
Er unterscheidet sich darum auch im Wetter immer von den andren Tagen. Sind die andren Tage alle schön, so regnet es am Freitag, und ist das Wetter sonst schlecht, so scheint am Freitag die Sonne.

Auch pflegen die Feen alle Freitag Nacht die Ziegenbärte auszukämmen, um sie für den Sonntag schmuck zu machen.«



Die 13:

Die 13 ist ähnlich entgegengesetzt bewertet.

Einerseits (vor allem in unseren Breiten) gilt sie meist als 'unheilig'. Die 'heilige' Nachbarzahl (die für Göttlichkeit etc. steht) ist die 12.
Die 13 wird auch oft als 'Teufelsdutzend' (12+1) bezeichnet.


Viele Hotels haben kein 13tes Stockwerk oder eine Zimmernr. 13.
In Flugzeugen etc. gibt es vielfach keine Sitzreihe mit der Nr. 13. Man hilft sich da mit 12b ...

Siehe auch: Phobien: krankhafte Angst vor der 13.

Die allererste Lotto-'Glückszahl':

Die allererste 'Glückszahl', die am So., 09. Okt. 1955 für das dt. Lotto (6 aus 49) gezogen wurde, war die: '13'.


12 und 13:

Die 13 hat auch im Christentum sakrale Bedeutung:

So waren es z. B. 12 Apostel (Jünger) und Jesus (z. B. beim letzten Abendmahl).

Weitere Beispiele für die Verwendung der 12:

12 Monate = Jahr
12 x 2 Std. = 1 Tag
12 Tierkreiszeichen
12 olympische Haupt-Götter
12 Taten des Herkules
12 germanische Haupt-Götter

(Siehe dazu auch: kabbalistisches?).


Aktuelle Bezüge:

Die Zusammenführung von 'Freitag' und der '13' soll (nach dem Hörensagen) erst irgendwann im 19. Jh. geschehen sein.


 
Freitag 13. (1960-2049)

'1960-05-13'
'1961-01-13', '1961-10-13',
'1962-04-13', '1962-07-13',
'1963-09-13', '1963-12-13',
'1964-03-13', '1964-11-13',
'1965-08-13',
'1966-05-13',
'1967-01-13', '1967-10-13',
'1968-09-13', '1968-12-13',
'1969-06-13',
'1970-02-13', '1970-03-13', '1970-11-13',
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'1974-09-13', '1974-12-13',
'1975-06-13',
'1976-02-13', '1976-08-13',
'1977-05-13',
'1978-01-13', '1978-10-13',
'1979-04-13', '1979-07-13',
'1980-06-13', '1981-02-13',
'1981-03-13', '1981-11-13',
'1982-08-13',
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