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Thomas Morus: 'Utopia' (griech. 'Nirgendort')
Der britische Jurist, Humanist und Staatsmann (Sir) Thomas More (latinisiert: Morus) (*07. Feb. 1477/78? †06. Jul. 1535) hatte zahlreiche Ämter. Er fand aber dennoch die Zeit sich auch schriftstellerisch zu betätigen.

So schrieb er 1516 (in Latein) sein bekanntestes Werk: 'De optimo reipublicae statu deque nova insula Utopia'. Es erschien 1612 zum ersten Mal auf deutsch.

Das Werk beschreibt eine Gesellschaft, die sich entschlossen hat, in einem auf dem Gemeineigentum basierenden Gemeinwesen zu leben. Hohe Bedeutung erhalten:

  • Tugend und Wissen
  • ein maßvolles Leben im Einklang mit der Natur
  • alle sind an der Erhaltung des Gemeinwesens beteiligt
  • Bildungsmöglichkeiten für Frauen
  • Religionsfreiheit.

  • In diesem System ist die Philosophie der Renaissance mit den vier für sie wichtigen griechischen Philosophenschulen des Aristotelismus, Platonismus, Stoizismus und Epikureismus mit christlichem Gedankengut enthalten.

    *Heutzutage befremdlich in 'Utopia' sind sicherlich gerade wegen der meist großen Aufgeklärtheit und des ansonsten doch humanistischen Gedankengutes von Morus:

  • Krieg gegen andere schon bei Kränkung!
  • Todesstrafe für Mehrfach-Ehebrecher!
  • Sklavenhaltung

  • Besonders wichtig und interessant an 'Utopia' von Morus sind die politisch-moralischen Absichten (besonders: die Erlangung von Freude und eines guten Gewissens), durch die selbstverständliche Übernahme von Pflichten gegenüber dem Gemeinwesen (Staat). Morus hat damit die Literaturgattung der Utopie stark geprägt.


    -Der Gründer von Utopia heißt in diesem 'erzählenden Gespräch': Utopus.
    -Die Insel hieß vor der Eroberung durch Utopus: Abraxa und war nur eine Halbinsel.
    -Die Hauptstadt von Utopia heißt: Amaurote.
    -Es gibt: 54 Städte insgesamt.
    -Einer der Flüsse heißt: Anyder.
    -Arbeitszeiten (6 Stunden):
    3 am Vormittag / 3 am Nachmittag.

    "Utopia",
    (Thomas Morus),
    (Anaconda Verlag GmbH)
    ISBN: 978-3-86647-095-8
    160 S.

    *Mit einem sehr schönen Umschlagsentwurf von Phillip Dvorak:
    ('Cityscape faces' = etwa 'Häuserschluchtgesichter')

    Novalis: Blaue Blume ©-Hinweis
    Der Dichter Novalis (*02. Mai 1772 †25. Mär. 1801) (bürgerlicher Name: Georg Philipp Friedrich Freiherr von Hardenberg) nutzte in seinem Roman: "Heinrich von Ofterdingen" den Begriff "Blaue Blume" als Symbol für die Dichtung.

    Später wurde dieser Begriff besonders von der damaligen Jugendbewegung vor allem in der Bedeutung für "romantische Poesie" weitergenutzt.
    Sternberg: 'Der blaue Engel'
    "Der blaue Engel" (1930) ist ein Film des Regisseurs Josef von Sternberg. Als Vorlage diente der Roman von Heinrich Mann: "Professor Unrat - oder das Ende eines Tyrannen". Die Hauptrollen spielten Emil Jannings und Marlene Dietrich.
    "Der blaue Engel" heißt der Film nach dem Lokal, in dem die Handlung des Romans hauptsächlich spielt; dort tritt auch die "fesche Lola" (Lola Fröhlich = Marlene Dietrich) auf.
    Brecht: 'Mutter Courage' ('Eine Chronik aus dem 30-jährigen Krieg')
    In diesem berühmten Drama des dt. Erfinders des 'epischen Theaters' und des 'Verfremdungseffektes': Bert(olt) Brecht (*10. Feb. 1898 †14. Aug. 1956) (eine Berarbeitung des Stückes: 'Die Landstörzerin Courage' (1670) von Hans Jakob Christoffel von Grimmelshausen!) ist der Name der *Marketenderin: Anna Fierling (genannt: 'Mutter Courage').

    Ihre Kinder heißen: Kattrin (stumme Tochter), Eilif (der ältere Sohn), Schweizerkas (der jüngere Sohn).
    Cervantes: 'Don Quijote von der Mancha'
    (Miguel de Cervantes Saavedra, *xx. Okt. 1547 †23. Apr. 1616).
    Don Quijote von der Mancha:

    Die Freunde des Don Quijote sind ein Barbier (Meister Nikolas) und ein Pfarrer ().

    Rosinante ist Don Quijotes Pferd.

    Die Bauerntochter Aldonza Lorenzo (eine nur platonische Jugendliebe!) "taufte" Don Quijote zu seiner adeligen Herzensdame Dulcinea del Toboso um.

    Sancho Pansa (span. "Panza" = Bauch) ist sein schlauer und treuer Knappe. Sancho, klein und dick, reitet einen Esel.
    Stoker: 'Dracula'
    Bram Stoker, (*1847 †1912)
    In diesem berühmten viktorianischen Schauerroman des Briten Bram Stoker fährt der Advokat Jonathan Harker nach Transsylvanien (in den Karpaten), um dort Graf Dracula in Geschäften zu beraten.

    Jonathans daheimgebliebene Verlobte Mina heißt mit Geburtsnamen: Murray. Später hieß sie dann Harker.

    Lucy (Freundin von Mina und *Mündel des 'Irrenarztes' Dr. Sewards) hieß mit Geburtsnamen: Westenraa.

    Der Arzt, der den Menschenblut saugenden Vampir Graf Dracula erfolgreich bekämpft, heißt: Abraham van Helsing.
    Bradbury: 'Fahrenheit 451'
    Ray Bradbury, (*1920 †)
    In diesem Science-Fiction-Roman des Amerikaners Ray Bradbury (von 1953) wird eine Gesellschaft nicht allzu ferner Zukunft beschrieben, in der die Menschen auf absoluten Konformismus getrimmt werden.

    Individualismus ist ein Verbrechen, sogar Bücherbesitz und selbst eigene Ideen.

    Der Hauptakteur des Romans mit Namen: Guy Montag ist zunächst ein perfekt angepasstes Rädchen in diesem System. Als er aber bei einem seiner Einsätze als 'Feuerwehrmann' einige Bücher (Romane) findet, diese unterschlägt und sie liest, beginnt er eigene (so gar nicht systemkonforme) Ansichten zu entwickeln.

    Fahrenheit 451 heißt der Roman, weil bei dieser Temperatur (232 Grad Celsius) Papier beginnt zu brennen. Die 'Feuerwehren' haben in diesem Roman nämlich die Aufgabe Feuer zu legen (genauer: Bücher zu verbrennen!).

    Es gibt eine sehr schöne Verfilmung des Stoffes (unter dem gleichen Titel: 'Fahrenheit 451') aus dem Jahre 1966 (Regie: Francois Truffaut) mit Oskar Werner (als: 'Montag') und Julie Christie.


    *Unsere Empfehlungen zu: fiktive Gesellschaften der Zukunft:
    Stevenson: 'Dr. Jykell und Mr. Hyde'
    (Robert Louis Stevenson, *13. Nov. 1850 †03. Dez. 1894).
    In der klassische Geschichte einer Schizophrenie von  Robert Louis Stevenson  heißen die 'beiden' Hauptpersonen': Dr. Henry Jykell und Mr. Edward Hyde.
    Orwell: '1984'
    (George Orwell, bürgerlicher Name: Eric Arthur Blair
    (*25. Jan. 1903 †21. Jan. 1950).
    Der Hauptakteur in Orwells 1984 heißt: Winston Smith.
    Die Frau, mit der sich Winston eine zeitlang zu (nicht parteikonformen) Tete-a-Tetes traf heißt: Julia.

    Winstons Folterer heißt: O'Brien.

    Besonders wichtig (und präsentiert per Allgegenwertigkeit und Dauerberieselung) sind die Denk- und Sprechvorgaben des totalitären Staatsapparates.

    So soll auch mit den Neusprech-Vorgaben dafür gesorgt werden, dass die Bürger im Staat des 'Großen Bruders' auf Linie gehalten werden.

    So z. B. mit 'wichtigen' Parolen:
    "KRIEG IST FRIEDEN"
    "FREIHEIT IST SKLAVEREI"
    "UNWISSENHEIT IST STAERKE"

    Oder mit reduzierter, neugeschöpfter Sprache:
    Gut, Plusgut, Doppelplusgut
    Ungut, Plusungut, Doppelplusungut
    Doppeldenk
    Gedankenverbrechen


    *Unsere Empfehlungen zu: fiktive Gesellschaften der Zukunft:
    Orwell: 'Farm der Tiere'
    (George Orwell, bürgerlicher Name: Eric Arthur Blair
    (*25. Jan. 1903 †21. Jan. 1950).

       Tier/Person    Beschreibung
    Mr. Jones = Farmer, Besitzer der
    Herren-Farm
    Old Major = weißer Keiler
    Glockenblume, Jessie, Zwickzwack = 3 Hunde
    Muriel = weiße Ziege
    Boxer = Zugpferd
    Kleeblatt = Zugpferd (stämmige Mutterstute)
    Schneeball = Keiler
    Napoleon = Keiler
    Schwatzwutz = Mastschwein
    Mollie = Schimmelstute
    Moses = Rabe
    Benjamin = Esel

    Shelley: 'Frankenstein'
    (Mary Shelley, (*30. Aug. 1797 †01. Feb. 1851).
    Meist wird heute das Geschöpf, das der junge Schweizer Wissenschaftler Viktor Frankenstein aus Leichenteilen zusammengesetzt und durch Zuleitung von Blitzenergie in seinem Labor zum Leben erweckt hat: Frankenstein genannt.

    Dies ist aber nicht richtig, das Geschöpf hat keinen Namen. Es wird im ganzen Roman nur Monster oder Dämon genannt.

    *Da Leichendiebe (so genannte "Resurrection-men" = 'Auferstehungsmänner') im England des 18. und 19. Jh. ihr Unwesen trieben, liegt es nahe, dass  Mary Shelley  dies in ihrem Roman "Frankenstein" mit verarbeitet hat.


    "Frankenstein oder der neue Prometheus",
    (Mary Wollstonecraft Shelley),
    (diverse Ausgaben)

    *Siehe auch den Prometheus der griech. Mythologie.
    London: 'Der Seewolf'
    (Autor: Jack London, *12. Jan. 1876 †22. Nov. 1916).
    Das Schiff (der Robbenfang-Schoner) von Kapitän Wolf Larsen in  Jack Londons  Roman: "Der Seewolf" (1904) (auf dem der schiffbrüchige Humphrey van Weiden zwangsweise als Küchenjunge arbeiten musste) hieß: Ghost.
    Gruppe 47
    Die Gruppe 47 war eine Vereinigung, ein Verband von Schriftstellern, die 1947 von Hans-Werner Richter gegründet wurde. Bekannte Mitglieder sind: Heinrich Böll, Martin Walser.
    Kafka: 'Die Verwandlung'
    (Autor: Franz Kafka, *03. Jul. 1883 †03. Jun. 1924).
    In  Franz Kafkas  Erzählung "Die Verwandlung" hat sich die Figur Gregor Samsa in einen Käfer verwandelt.
    Doyle: 'Sherlock Holmes'
    (Autor: Sir Arthur Conan Doyle, *22. Mai 1859 †07. Jul. 1930):
    Sherlock Holmes:

    "Geboren" am 06.01.1854!!!

    Wohnung in London: Baker Street 221B.

    Der Bruder von Sherlock: Mycroft Holmes.

    Holmes Freund und Gehilfe: Dr. John H. Watson.

    Die Figur des Sherlock Holmes spielte Geige und war drogensüchtig (Kokain ...). Siehe z. B. die Geschichte: "Im Zeichen der Vier".

    Der Erzfeind von Sherlock (ein genialer Verbrecher): Prof. James Moriarty.

    Holmes und Moriarty fanden bei einem Zweikampf (Sturz in die Reichenbach-Fälle (Schweiz)) den Tod.

    *Wegen massiver Proteste der Sherlock-Holmes-Fan-Gemeinde ließ Doyle den Meister-Detektiv aber überleben und weitere Abenteuer bestehen.

    Inspector Lestrade (von Scotland Yard) zieht bei geheimnisvoll-'unlösbaren' Fällen Sherlock Holmes stets zu Rate.
    Verne: ''
    (*08. Feb. 1828 †24. Mär. 1905)
    Ein amerik. Abenteurer und Kaufmann George Train (*08. Feb. 1828 †24. Mär. 1905) lieferte mit seinen Weltreisen das Vorbild für Jules Vernes Figur des Phileas Fogg.

    Train fuhr (mit Schiff und Zug etc.) insgesamt 4x um die Erde. 1890 schaffte er es sogar in nur 60 Tagen!
    Wells: 'Die Zeitmaschine'
    (Autor: Herbert George Wells, *21. Sep. 1866 †13. Aug. 1946):
    Die Zeitmaschine:

    Der Protagonist dieses Science-Fiction-Romans von H.G. Wells bleibt im ganzen Roman namenlos. Es wird nur erwähnt, dass er ein Londoner ist.

    Der Namenlose (der immer nur der 'Zeitreisende' genannt wird) unternimmt mehrere Reisen durch die 4. Dimension. Die wichtigste führt ihn in das Zukunftsjahr: 802.701.

    Dort findet er Menschen vor (die 'Eloi'), die außerordentlich friedfertig sind. Sie werden von einer unterirdisch lebenden, degenerierten Menschenrasse (den kannibalistischen 'Morlocks') als Nahrungsquelle genutzt.


    *Unsere Empfehlungen zu: fiktive Gesellschaften der Zukunft:
    Keine 'rosigen Zeiten' in diesen dystopischen (anti-utopischen) Zukunftsgesellschaften der Science Fiction:
    .
    H.G. Wells: 'Die Zeitmaschine'. (1895)
    Jewgeni Samjatin:
    (*1884 +1937)
    'Wir'.
    *Insbesondere Huxley und Orwell sollen sich bei dem russischen Autor Samjatin (aus seinem satirischen SF-Roman 'Wir', dessen Hintergrund Samjatins Kritik an den gesellschaftlichen Umwälzungen [Stalin war an der Macht] dieser Zeit) 'Inspiration' geholt haben ...
    (1924/25)
    Aldous Huxley: 'Schöne neue Welt'.
    (1932)
    George Orwell: '1984'(1948)
    Ray Bradbury: 'Fahrenheit 451'. (1953)
    Harry Harrison:  'New York 1999'.
    *Verfilmt unter dem Titel: 'Soylent green' (1973).
    (1966)
    Philip K. Dick: 'Träumen Androiden von elektrischen Schafen?'.
    *Der Roman wurde stark abgewandelt als: 'Bladerunner' (R: Ridley Scott) verfilmt.
    (1968)



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