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 Was, war, wo, wann?:     193x 

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14xx
  Dtl.: 'Dt. Wehrmacht':
 16.03.1935  :Gründung der 'Dt. Wehrmacht'.
Am 16. Mär. 1935 (zeitgleich mit der Wiedereinführung der allg. Wehrpflicht) wurde die Reichswehr in: 'Wehrmacht' umbenannt.

Siehe auch: Reichswehr.
Redewendung: 08/15.
  Österreich: Engelbert Dollfuß:
 25.07.1934  Österr.: Dollfuß
Der österr. Bundeskanzler Engelbert Dollfuß wurde am 25. Jul. 1934 von Nationalsozialisten ermordet.
  Dtl.: Verbot der Neubildung von Parteien im Dt. Reich.
 14.07.1933  Dtl.: Verbot der Neubildung von Parteien im Dt. Reich.

§ 1.
Gesetz gegen die Neubildung von Parteien (14. Jul. 1933)
In Deutschland besteht als einzige politische Partei die Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei (NSDAP).

§ 2.
Wer es unternimmt, den organisatorischen Zusammenhalt einer anderen politischen Partei aufrechtzuerhalten oder eine neue politische Partei zu bilden, wird [] mit Zuchthaus bis zu drei Jahren oder mit Gefängnis von sechs Monaten bis zu drei Jahren bestraft [ ...]
Geschichte: 1933: Neubildungsgesetz.
  Dtl.: Ermächtigungsgesetz:
 24.03.1933  Dtl.: Ermächtigungsgesetz:
Ermächtigungsgesetz (vom 24.Mär.1933)

Der Reichstag hat das folgende Gesetz beschlossen, das mit Zustimmung des Reichsrats hiermit verkündet wird, nachdem festgestellt ist, daß die Erfordernisse verfassungsändernder Gesetzgebung erfüllt sind:

Art. 1.
Reichsgesetze können außer in dem in der Reichsverfassung vorgesehenen Verfahren auch durch die Reichsregierung beschlossen werden. [ ...]

Art. 2.
Die von der Reichsregierung beschlossenen Reichsgesetze können von der Reichsverfassung abweichen, soweit sie nicht die Einrichtung des Reichstags und des Reichsrats als solche zum Gegenstand haben. Die Rechte des Reichspräsidenten bleiben unberührt.

Art. 3.
Die von der Reichsregierung beschlossenen Reichsgesetze werden vom Reichskanzler ausgefertigt und im Reichsgesetzblatt verkündet. Sie treten, soweit sie nichts anderes bestimmen, mit dem auf die Verkündung folgenden Tage in Kraft. [ ...]

Art. 4.
Verträge des Reichs mit fremden Staaten, die sich auf Gegenstände der Reichsgesetzgebung beziehen, bedürfen nicht der Zustimmung der an der Gesetzgebung beteiligten Körperschaften. Die Reichsregierung erläßt die zur Durchführung dieser Verträge erforderlichen Vorschriften.

Art. 5.
Dieses Gesetz tritt mit dem Tage seiner Verkündung in Kraft. Es tritt mit dem 1. April 1937 außer Kraft; es tritt ferner außer Kraft, wenn die gegenwärtige Reichsregierung durch eine andere abgelöst wird.
Geschichte: 1933: Ermächtigungsgesetz.
  Dtl.: Reichstagsbrandverordnung
 28.02.1933  Dtl.: Notverordnung vom 28. Feb. 1933 'Reichstagsbrandverordnung':
Verordnung des Reichspräsidenten zum Schutz von Volk und Staat

Auf Grund des Artikels 48 Abs. 2 der Reichsverfassung wird zur Abwehr kommunistischer staatsgefährdender Gewaltakte folgendes verordnet:

§ 1
Die Artikel 114, 115, 117, 118, 123, 124 und 153 der Verfassung des Deutschen Reichs werden bis auf weiteres außer Kraft gesetzt. Es sind daher Beschränkungen der persönlichen Freiheit, des Rechts der freien Meinungsäußerung, einschließlich der Pressefreiheit, des Vereins- und Versammlungsrechts, Eingriffe in das Brief-, Post-, Telegraphen- und Fernsprechgeheimnis, Anordnungen von Haussuchungen und von Beschlagnahmen sowie Beschränkungen des Eigentums auch außerhalb der sonst hierfür bestimmten gesetzlichen Grenzen zulässig.

§ 2
Werden in einem Lande die zur Wiederherstellung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung nötigen Maßnahmen nicht getroffen, so kann die Reichsregierung insoweit die Befugnisse der obersten Landesbehörde vorübergehend wahrnehmen.

§ 3
Die Behörden der Länder und Gemeinden (Gemeindeverbände) haben den auf Grund des § 2 erlassenen Anordnungen der Reichsregierung im Rahmen ihrer Zuständigkeit Folge zu leisten.

§ 4
(1) Wer den von den obersten Landesbehörden oder den ihnen nachgeordneten Behörden zur Durchführung dieser Verordnung erlassenen Anordnungen oder den von der Reichsregierung gemäß § 2 erlassenen Anordnungen zuwiderhandelt oder wer zu solcher Zuwiderhandlung auffordert oder anreizt, wird, soweit nicht die Tat nach anderen Vorschriften mit einer schwereren Strafe bedroht ist, mit Gefängnis nicht unter einem Monat oder mit Geldstrafe von 150 bis zu 15000 Reichsmark bestraft.

(2) Wer durch Zuwiderhandlung nach Abs. 1 eine gemeine Gefahr für Menschenleben herbeiführt, wird mit Zuchthaus, bei mildernden Umständen mit Gefängnis nicht unter sechs Monaten und, wenn die Zuwiderhandlung den Tod eines Menschen verursacht, mit dem Tode, bei mildernden Umständen mit Zuchthaus nicht unter zwei Jahren bestraft. Daneben kann auf Vermögenseinziehung erkannt werden.

(3) Wer zu einer gemeingefährlichen Zuwiderhandlung (Abs. 2) auffordert oder anreizt, wird mit Zuchthaus, bei mildernden Umständen mit Gefängnis nicht unter drei Monaten bestraft.

§ 5

(1) Mit dem Tode sind die Verbrechen zu bestrafen, die das Strafgesetzbuch in den §§ 81 (Hochverrat), 229 (Giftbeibringung), 307 (Brandstiftung), 311 (Explosion), 312 (Überschwemmung), 315 Abs. 2 (Beschädigung von Eisenbahnanlagen), 324 (gemeingefährliche Vergiftung) mit lebenslangem Zuchthaus bedroht.

(2) Mit dem Tode oder soweit nicht bisher eine schwerere Strafe angedroht ist, mit lebenslangem Zuchthaus oder mit Zuchthaus bis zu 15 Jahren wird bestraft:

1. Wer es unternimmt, den Reichspräsidenten oder ein Mitglied oder einen Kommissar der Reichsregierung oder einer Landesregierung zu töten oder wer zu einer solchen Tötung auffordert, sich erbietet, ein solches Erbieten annimmt oder eine solche Tötung mit einem anderen verabredet;

2. wer in den Fällen des § 115 Abs. 2 des Strafgesetzbuchs (schwerer Aufruhr) oder des § 125 Abs. 2 des Strafgesetzbuchs (schwerer Landfriedensbruch) die Tat mit Waffen oder in bewußtem und gewolltem Zusammenwirken mit einem Bewaffneten begeht;

3. wer eine Freiheitsberaubung (§ 239 des Strafgesetzbuchs) in der Absicht begeht, sich des der Freiheit Beraubten als Geisel im politischen Kampfe zu bedienen.

§ 6

Diese Verordnung tritt mit dem Tage der Verkündung in Kraft.
Unterzeichner:

Der Reichspräsident - von Hindenburg

Der Reichskanzler - Adolf Hitler

Der Reichsminister des Innern - Frick

Der Reichsminister der Justiz - Dr. Gürtner
  Dtl.: 'Horst Wessellied':
 Ab etwa 1930  :'Horst Wessellied'.
Ab wann wurde das Horst Wessellied gesungen?

Horst Wessel war Mitglied der NSDAP und der SA. Er wurde Jan. 1930 bei Auseinandersetzungen mit dem Rotfrontkämpferbund getötet.

Wessel wurde zu einer der "Märtyrer-Figuren" der Nationalsozialisten hochstilisiert.
Wessel verfasste den Text zu dem nach ihm von den Nazis benannten Liedes.

Das Horst Wessellied wurde von den Nationalsozialisten u. a. (ab etwa: 1930) stets nach dem Deutschlandlied (1. Strophe) gesungen. Das Horst Wessellied galt quasi als "2. Nationalhymne" der Nazis.

Horst Wessel (*1907 +1930)(Text: 1927)

1. Die Fahne hoch
Die Reihen fest geschlossen
S.A. marschiert
Mit ruhig festem Schritt
: Kam'raden die Rotfront
Und Reaktion erschossen
Marschier'n im Geist
In unsern Reihen mit :

2. Die Straße frei
Den braunen Batallionen
Die Straße frei
Dem Sturmabteilungsmann
: Es schau'n auf's Hakenkreuz
Voll Hoffnung schon Millionen
Der Tag für Freiheit
Und für Brot bricht an :

3. Zum letzten Mal
Wird nun Appell geblasen
Zum Kampfe steh'n
Wir alle schon bereit
: Bald flattern Hitlerfahnen
Über allen Straßen
Die Knechtschaft dauert
Nur noch kurze Zeit :

4. = 1.
  Türkei: Konstantinopel':
 1930  wurde Konstantinopel in Istanbul umbenannt.
Von 0330 n.Chr. - 1930 hieß die Stadt Konstantinopel (nach dem 1. christlichen oströmischen Kaiser Konstantin I.).

Vor 0330 hieß die Stadt Byzanz.

Kaiser Konstatin I. erhob 0324 das Christentum zur Staatsreligion.

Konstantin berief auch das 1. ökumenische Konzil ein (0325 in Nikäa).
Außerdem bestimmte Konstantin den Sonntag zum heiligen Tag.
 

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(04.05.2003)
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