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14xx (Hexenhammer)

1350 (Pest)


  'Hexenhammer' & Hexenverfolgung: -Hinweis
 1487  wurde der "Hexenhammer" Malleus maleficarum, verfasst von: Institoris (Heinrich Kramer) herausgegeben.
Dieses Machwerk (das Papst Innozenz VIII. in Auftrag gab) war ab 1487 mehr als 150 Jahre lang die Grundlage für die Aufspürung, die "Befragung" und Verurteilung von Hexern und vor allem Hexen.

Das Werk ist unterteilt in:

1. Was sich bei der Zauberei zusammenfindet: (Teufel, Hexer/Hexe, die göttliche Zulassung).

2. Die verschiedenen Arten und Wirkungen der Hexerei und wie solche wieder behoben werden können.

3. Der Kriminal-Kodex: Über die Arten der Ausrottung oder wenigstens Bestrafung durch die gebührende Gerechtigkeit vor dem geistlichen oder weltlichen Gericht.


 
malleus maleficarum

"Der Hexenhammer
(malleus maleficarum)"
Titelseite von: 1487 .

Dem 'Hexenhammer' war die (1484) noch die *päpstliche Bulle: 'summis desiderantes' () vorausgegangen, die ganz besonders gegen die "Hexerei" ausgerichtet war.

Hexen wurden auch deshalb besonders verfolgt, weil Mann/man der Auffassung war, dass Frauen eher dem Laster, dem Teufel verfallen. Dies wurde u. a. sogar (im 'Hexenhammer') dadurch versucht zu beweisen, dass die lat. Bezeichnung für Frau (femina) gedeutet wurde als: fides minus. Fe = fides = der Glaube; minus = weniger, gering. Also die, die weniger Glauben hat (als der Mann - natürlich!). Zusätzlich werden im 'Hexenhammer' viele Bibelstellen genannt, die ebenfalls beweisen sollen, dass die Frauen minderwertiger sind als die Männer.

Hinter den offiziellen Anklagen gab es aber noch eine ganze Reihe von weiteren Gründen, die die "Hexenverfolgung" vorangetrieben haben.

Siehe dazu: Sonderthema: Hexenverfolgung.


 Randbemerkungen: 

Selbst Johannes Calvin und Martin Luther glaubten noch an Hexen.
 Literatur zum Thema: 

* Den "Hexenhammer" (in's heutige Deutsch übersetzt) gibt es als TB zu kaufen:

"Der Hexenhammer",
(Sprenger+Institoris),
(TB) dtv: Nr. 2162, 1993, ISBN: 3-423-02162-4

Weitere Literatur zum Thema siehe:

Sonderthema: Hexenverfolgung
  Graf Dracula:
Gab es eine historische Vorlage für Bram Stokers "Dracula"?
Ja! Vlad IV. Tepec (Der "Pfähler" genannt).
Tepec (Sohn von Vlad Dracul) war Fürst der Walachei und von Siebenbürgen. Er hatte sich besonders gegen die Osmanen zu wehren.

Wegen seiner Grausamkeit wurde er von seinen Feinden gefürchtet; so soll er Zehntausende seiner Feinde gepfählt haben. Er starb 1476/77.

 

Vlad Tepes: "Der Pfähler".

  England: Die 'Rosenkriege':
 1455-1485  fanden die "Rosenkriege" statt.
Die Kontrahenten (2 Herrscherhäuser) in den 'Rosenkriegen' hatten beide Rosen in ihren Wappen: York = weiße Rose und Lancaster = rote Rose.
Der Anlass war der Kampf um den engl. Thron.

Sieger der zähen Auseinandersetzungen in der Schlacht bei Bosworth war Henry Tudor (Lancaster); der Verlierer: Richard III.
  Hussitenkriege:
 1419-1436  Hussitenkriege.
Da Jan Hus auf dem Konzil von Konstanz (1414-1418) verurteilt und am: 06. Jul. 1415 öffentlich in Konstanz verbrannt worden war, brachen von seinem Heimatland Böhmen (heute: Tschechien) ausgehend immer wieder Kämpfe aus.

So fielen die Hussiten sogar in: Bayern, Franken, Schlesien, Österreich ... ein.

Papst Martin V. rief sogar (Mär.1420) zu einem Kreuzzug gegen die 'Hussiten' auf.
  Ende des 'großen abendländischen Schismas' (1378-1417):
 1417  Ende der Kirchenspaltung.
1417 wurde auf dem Konzil zu Konstanz (1414-1418) die bestehende Kirchenspaltung (Schisma: das von 1378-1417 dauerte) mit Papst und 'Gegenpäpsten' (# in der Liste!) beendet.
Die Kardinäle einigten sich auf einen Papst: Martin V. [1417-1431].

Dieses Reformkonzil verurteilte u. a. die Lehre des engl. Reformers Wycliff und die seiner Nachfolger. So wurden Jan Hus (am: 06. Jul. 1415) und Hieronymus von Prag (am: 30. Mai 1416) öffentlich in Konstanz verbrannt.
 
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(04.05.2003)
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