SPRACHE  
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  'Etwas verballhornen':
Heute meint verballhornen: eine Sache, (vor allem) einen Begriff oder manchmal auch ein Schriftstück durch sprachliche Umgestaltung veräppeln, lächerlich machen, oder auch verschlechtern.


Beispiele:

Zeichenlehrer = Leichenzehrer;
Lappen - Lappalie;
Musketier/Muskete - Muschkote ...


Ursprung:
Der Lübecker Buchdrucker Johann Balhorn (Ballhorn?) (*1528 1603) soll eine Ausgabe des Lübecker Rechts so "überarbeitet" haben, dass mehr Fehler als zuvor darin zu finden waren. Daraus entstand dann wohl der Begriff verballhornen, bzw. Verballhornung, der dann zunächst ein "Verschlimmbessern" meinte.
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