SPRACHE  
  Olle Kamellen?
  (Herkunft & Bedeutung von Begriffen)
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Ober:
1. Natürlich die männliche Bedienung in einer Gaststätte ...
2. Alte Bezeichnung für eine alte dt. Spielkarte (in heutigen Blättern entspricht es der: Dame).
Oberdeutsche:
*Oberdeutsche (deutsch sprechende Bewohner der Alpenregionen):
Bayern, Schwaben, Elsässer, Schweizer, Österreicher ...
obsolet:
veraltet; überholt; nicht mehr zeitgemäßig ...
Ochsenzunge
auch: Bauernwehr, Hauswehr.
Ein Kurzschwert des 14. Jh.
Oheim:
Die "olle" Verwandtschaft.
Oheim = alter Ausdruck für: Onkel.



Siehe auch:
Aftermutter | Ahn | Altvorderen | Base | Eidam | Ellermutter | Gevatter |
Großmuhme | Kunkelmagen | Magen | Muhme | Oheim | Schnur | Schwäher |
Schwertmagen | Schwieger | Spillmagen | Vatermagen |
Olle Kamellen:

Siehe: Redewendungen: Olle Kamellen?
Orlog:
Orlog ist ein niederdt. veraltetes Wort für einen Krieg.

Eine Orlogsflagge war eine Kriegsflagge.
Eine Orlogsflotte war die Kriegsflotte.
Ostern:
Ostern ist das wichtigste christl. Fest.

Einerseits wird hiermit an den Leidens-, Opferweg und den Tod Christi am Karfreitag erinnert (wobei 'Kar' wahrscheinlich aus dem Althochd. kommt und da soviel bedeutet wie: Sorge, Kummer, Klage), anderseits wird besonders die Auferstehung Jesus Christus (3 Tage nach seiner Hinrichtung) am Ostersonntag gefeiert.

*Das Datum des Osterfestes variiert. Die Festlegung erfolgte schon 0325 n. Chr. auf dem berühmten Konzil von Nicäa, wo auch die Nutzung des sog. 'Julianischen Kalenders' für die Christenheit verbindlich eingeführt wurde.
Dabei wurde festgelegt, dass der erste Sonntag, der dem ersten Frühlingsvollmond folgt, der Ostersonntag sein soll.
Der Ostertermin (Ostersonntag) kann deshalb in einem Zeitrahmen von 5 Wochen zw. dem 22. März und dem 25. April auftauchen!

Vom Ostersonntag abhängig sind in einem genauen Tagesabstand übrigens alle beweglichen christl. Festtage (siehe: Festtage) und auch der Rosenmontag!


Mit dem Osterfest sind auch zahlreiche Bräuche verbunden: Ostereier bemalen und verstecken, der "Osterhase", Osterfeuer ...

Ostereier:
Im Mittelalter gab es lange ein Verbot für die Christen in der Fastenzeit Eier zu essen, weil die Hühnereier zu den Fleischspeisen gezählt wurden.
Dadurch sammelte sich eine größere Anzahl von Eiern an, da die Hühner gerade in dieser Phase des Frühjahrs besonders legefreudig sein sollen. Dieser Eier-Überschuss wurde einerseits zur Bezahlung von Pachtzins (Hubeier, Zinseier ...) verwendet, andererseits zum Ende der Fastenzeit als Geschenk für die Familie etc. gemacht.
Da aber die Eier gerade in Verbindung mit dem Osterfest (Auferstehung Christi) einen hohen Symbolwert haben, können sie natürlich nicht von einem "profanen" Huhn gelegt werden - da muss schon der "höherwertige" Osterhase mitwirken!

Osterhase:
Die christlichen Missionare (ab etwa dem 2. Jh.) fanden in den nördlichen Ländern viele heidnische Bräuche und auch Feste dazu vor.
Um nun ihre Missionierten und die Missionare nicht unnötig zu gefährden und auch den christl. Glauben überhaupt etablieren zu können, haben sie (die Missionare) die eigenen Riten und Feste denen der "Heiden" angeglichen. Um die Zeit im Jahr, in der die Christen das Auferstehungs-, Osterfest feierten, wurde bei den Heiden des Nordens das Fest der Göttin Eostrae gefeiert. Daraus leitet sich (wahrscheinlich) das engl. Easter und das dt. Ostern ab. Das Symbol dieser Fruchtbarkeitsgöttin war der fortpflanzungsfreudige Hase! Daraus wurde der christl. "Oster-Hase".

Andere Länder, andere Sitten ...:
In folgenden Ländern sind ganz ähnliche Bräuche zu Ostern bekannt: Russland, Österreich, Frankreich. In Adelskreisen Russlands gab es sogar sogenannte "imperiale Ostereier". Dies waren Eier, die äußerst kunstvoll mit Gold und Juwelen, "Gemälden" etc. bestückt wurden.


Siehe auch:
Advent | Fronleichnam | Muttertag | Ostern | Pfingsten | Vatertag.
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